Google for Jobs Deutschland

Wie Google for Jobs 2020 die Stellensuche verändern wird

2019 ist Google for Jobs in Deutschland online gegangen. Und obwohl es vielen wahrscheinlich nicht aufgefallen sein dürfte, bedeutet dieser Schritt eine große Umwälzung im Online-Stellenmarkt. Unternehmen sollten sich auf diese neue Möglichkeit vorbereiten und die notwendigen Umsetzungen vorantreiben, um angesichts des immer größer werdenden Fachkräftemangels in Deutschland keine Nachteile zu erleiden.

Google for Jobs ist nicht neu

Auch wenn der neue Service für uns etwas vollkommen Neues ist: Google for Jobs gibt es bereits seit dem Jahr 2017. Das Unternehmen konnte in zahlreichen Ländern diese neue Funktionalität ausrollen und hat mittlerweile genügend Erfahrungen gesammelt. In den USA hat Google for Jobs mit seiner Marktmacht für gehörigen Wirbel gesorgt. Und auch hierzulande müssen sich Anbeiter wie Stepstone, Monster und Co. auf den neuen Wettbewerb einstellen. Doch ist wirklich Google der Wettbewerb? Oder sind es nicht vielmehr die einzelnen Unternehmen?

Was Google for Jobs macht

Google for Jobs ist keine neue Stellenanzeigen-Plattform. Es ist also nicht möglich, bei Google oder bei Google for Jobs eine neue Stellenanzeige zu veröffentlichen. Google sieht sich auch bei Google for Jobs weiterhin als Suchmaschine. Nur dass eben nicht einzelne Suchbegriffe, Bilder und News gesucht werden, sondern eben: Stellenanzeigen, die auf den Websites von Unternehmen oder auf Plattformen von Jobportalen gelistet sind. Nur hieraus erfolgt eine entsprechende Indexierung, aus der dann die passenden Suchergebnisse dargestellt werden.

Mit einer einzigen Suchanfrage können die passenden Stellenanzeigen direkt bei Google dargestellt werden. Die Person, die sich also gerade über Stellenanzeigen informiert, muss also nicht mehr etliche Jobplattformen durchsuchen, sondern kann über eine zentrale Stelle sämtliche Anzeigen durchforsten und hat direkt alles auf einen Blick.

Die Darstellung dieser Stellenanzeigen folgt dem Prinzip, was wir schon von Google Videos und Google Shopping kennen: Neben den bezahlten Einträgen von Google AdWords und den organischen Suchergebnissen tauchen dann extra Blöcke auf, die zusätzliche Suchergebnisse von Google-eigenen Diensten darstellen und thematisch zur Suche passen. Nachfolgend ein Beispiel, wie es zum Beispiel mit der Einbindung von Google Videos zum Begriff „netsuite deutschland“ aussieht:

Google for Jobs: Google Video

Zunächst sieht man die gekauften Einträge via Google AdWords, dann einen Link aus den organischen Suchergebnissen und dann kommt ein Block mit „Videos“, der dann drei passende Videos zur Keyword-Phrase anzeigt.

Die Funktionsweise von Google for Jobs

Google bindet nur dann Stellenanzeigen in die Ergebnisliste mit ein, wenn die Suchanfrage passend ist. Wenn man also nur nach „unternehmensberatung“ sucht, wird man die Einbindung von Google for Jobs nicht finden. Sucht man jedoch nach „consultant job bremen“, dann wird die Box mit dem Titel „Stellenangebote in der Nähe von Bremen, Deutschland“ eingeblendet.

Auf dieser Ergebnisseite sieht man dann unter anderem das Logo des Unternehmens, welches die Position ausgeschrieben hat, die Bezeichnung der Postion, den Ort und das Land der Position. Außerdem wird einem dargestellt, woher Google diese Anzeige hat (z.B. XING, Stepstone, Website des Unternehmens etc.).

Schaue ich mir die Stellenanzeigen näher an, indem ich auf “-> mindestens 100 weitere Stellenangebote” klicke, dann fällt auf, dass ich auch die Möglichkeit habe, Filter zu benutzen. So kann ich das Ganze zum Beispiel nach Standort sortieren, nach Datum der Veröffentlichung, Art und Entfernung. Ich kann mir einzelne Stellenanzeigen speichern und mir sogar Alerts einrichten lassen. Einzelne Stellenanzeigen kann ich zudem auf Facebook, Twitter und per Link teilen.

Wenn ich nun auf eine Stellenanzeige klicke, dann bekomme ich – ich bin immer noch auf Google – Details zu der passenden Stelle anzeigt. Über den Button „Bewerben auf:“ habe ich über dann die Möglichkeit, direkt auf die „Originalseite“ zu wechseln und mich dann bei dem Unternehmen zu bewerben.

Was das für Unternehmen bedeutet

Diese große Änderung hat weitreichende Folgen. Insbesondere natürlich für die ganzen Jobportale wie Monster, Stepstone, XING und Co. Schließlich verlieren sie ihr Alleinstellungsmerkmal hinsichtlich Jobanzeigen. Große Platzhirsche wie Stepstone sind nun nicht mehr unbedingt ein „Must have“, wenn man als Bewerber nach einer passenden Stelle sucht. Grundsätzlich hat nämlich nun jedes Unternehmen die Möglichkeit, seine eigenen Stellenanzeigen auf der eigenen Homepage zu veröffentlichen.

Und dies ist gar nicht so kompliziert: Google stellt nämlich eine komplette Dokumentation zur Verfügung, die man seinen internen oder externen Dienstleistern und Entwicklern zur Verfügung stellen kann. Diese können dann in Absprache mit dem Auftraggeber die notwendigen strukturierten Daten einpflegen bzw. zuweisen.

Das ist gerade deswegen nicht so kompliziert, weil die meisten dieser strukturierten Daten inhaltlich schon vorhanden sind. So will Google for Jobs für den Titel der Stellenanzeige (z.B. Softwareentwickler) die Property „title“ haben. Ort der Stelle (hier als Beispiel Bremen) wird über die Property „jobLocation“ zugewiesen. Und die eigentliche Stellenbeschreibung wird abgefragt via „description“. Eine komplette Auflistung und Dokumentation der einzelnen Daten und Vorgaben seitens Google findet ihr hier.

https://developers.google.com/search/docs/data-types/job-posting

Suchmaschinenoptimierung für Google for Jobs

Jedes Unternehmen wird nun natürlich ein möglichst großes Interesse daran haben, seine Stellenanzeigen bei der Jobsuche in Google for Jobs ganz oben stehen zu haben. Denn wie auch bei der normalen Suchmaschine gilt: Je höher man in der Position steht, umso wahrscheinlicher ist es, dass man auch wahrgenommen wird.

Die Möglichkeiten, wie man eine möglichst hohe Platzierung erreichen kann, sind ähnlich zu den Dingen, die man tun muss, wenn man mit seinen eigenen Seiten in der organischen Suche ganz oben stehen möchte. Unter anderem sollte man auf folgendes achten:

  • Jede Position muss eine individuelle URL haben z.B. /jobs/unternehmensberater-m-w-d. Das bedeutet nicht, dass ich nun für jeden Standort (z.B. Berlin, Düsseldorf, Bremen) eine eigene URL erstellen muss. Wichtig ist für Google nur, dass die entsprechende Property joblocation richtig ausgefüllt ist. Wenn ich also mehrere Standorte für eine Stellenanzeige habe, teile ich das Google mit und Google zeigt dann die Stellenanzeige an, wenn eine der aufgeführten Städte passt.
  • Titel und Text sollten zu der von dir gewünschten Stellenausschreibung passen. Gib dir Mühe bei der Beschreibung der Position und sorge für einen guten Lesefluss. Keine zwei Sätze sondern eine ordentliche Beschreibung.
  • Stelle sicher, dass deine Website indexiert werden kann und deine Seiten hohe Crawling-Frequenzen zulassen. Hier kann dir dein Dienstleister helfen zu prüfen, ob das alles richtig eingestellt ist.
  • Füge so viele so viele strukturierte Daten hinzu wie möglich. Je mehr Daten Google von dir hat und auslesen kann, umso relevanter wird deine Stellenanzeige. Google hat eine Liste der erforderlichen und empfohlenen Properties erstellt. Erstere musst du berücksichtigen, wenn du in Google for Jobs gelistet werden möchtest. Zweitere kannst du berücksichtigen. Berücksichtige so viele Properties wie möglich.
  • Lasse Google deine Stellenanzeigen regelmäßig von Google durchsuchen.

Einbindung auf der eigenen Homepage

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, das Ganze als Unternehmen einzubinden: Entweder man lässt das Ganze individuell programmieren oder man nutzt – sofern vorhanden – Plugins aus, die findige Entwickler zur Verfügung stellen.

Für WordPress gibt es beispielsweise bereits einige teils kostenlose Plugins, die kleinen und mittleren Unternehmen relativ schnell und einfach die Möglichkeit geben, Stellenanzeigen Google for Jobs-konform auf der eigenen Homepage zu veröffentlichen. Aber auch andere Content Management Systeme bieten externe Tools an, mit denen man eine relativ schnelle Anbindung erreichen kann.

Wenn es keine passende Einbindung für das eigene System gibt, muss ein Entwickler ran. Dieser wird dann entsprechend der Vorgaben von Google for Jobs und dem Auftraggeber die Daten einprogrammieren.

Großer Vorteil: Diese Arbeit muss nur ein einziges Mal gemacht werden. Es entstehen in Zukunft keinerlei Folgekosten. Jede Stellenanzeige, die dann in Zukunft veröffentlicht wird, ist dann automatisch auch bei Google for Jobs gelistet.

Sie haben Interesse an einer Einbindung von Google for Jobs?

Sehr gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihre Website fit für Google for Jobs zu machen. Ich berate Sie hinsichtlich der strukturierten Daten, welche Inhalte für Ihr Unternehmen relevant sind und begleite die Umsetzung mit ihren internen oder externen Entwicklern. Sollten Sie keine Entwickler haben, um Ihre Stellenangebote fit für Google for Jobs zu machen, so kann ich Ihnen auch hier die entsprechenden Spezialisten vermitteln.