Warum ich meinen Account auf Facebook gelöscht habe

Facebook ist schon lange nicht mehr das soziale Netzwerk, mit dem es ursprünglich begonnen hat, die Welt zu erobern. Um größere Umsätze zu machen, wurden immer mehr Inhalte kommerzialisiert, mehr Daten verarbeitet und diese Daten nicht nur selber genutzt sondern insbesondere auch an andere Unternehmen weitergegeben.

Doch nicht nur das Modell Facebook hat sich verändert: Auch die Menschen, die auf Facebook sind posten schon lange nicht mehr Dinge aus ihrem sozialen Umfeld. Die Meisten meiner Kontakte haben auf Facebook sowieso nichts mehr geschrieben. Die Kommunikation hat sich verlagert auf WhatsApp, E-Mails und Co. Diejenigen, die auf Facebook weiterhin ihre Inhalte veröffentlicht haben, taten dies meist, um auf sich selber aufmerksam zu machen. Insbesondere im Bereich der Politik ist das sehr auffällig – hier am Beispiel der SPD. Kaum zu glauben, wie viel leere Inhalte auf Facebook veröffentlicht werden, ohne dass sie irgendeinen Mehrwert bieten.

Ich selber war schon einmal für 2 Jahre bei Facebook abgemeldet. Januar 2017 habe ich mich wieder angemeldet, insbesondere aufgrund meines Engagements für die SPD. Schnell habe ich aber festgestellt, dass Facebook vor allen Dingen eines ist: Ein Zeitfresser. Inhalte, die man nicht braucht, Informationen, die man nicht kennen muss.

Der Datenskandal hat für mich den finalen Ausschlag gegeben. Was hier ein Unternehmen mit dem Wissen von Facebook getan hat, ist unglaublich. Eigentlich war es klar, dass das mal passieren würde aber seien wir mal ehrlich: Die Meisten haben das ausgeblendet oder ignoriert. Und es muss auch klar sein: Cambridge Analytica wurde erwischt. Das heißt aber nicht, dass andere Unternehmen nicht munter weiter machen. Und die wurden bislang nicht erwischt. Und werden es auch nie.

Facebook ist keine wolhltätige Organisation. Sie will deine Daten. Und sie verwandelt deine Daten in Geld.

Volker Weber, dessen Meinung und Inhalte ich sehr schätze, hat es mal treffend formuliert:

Auf Facebook bist du nicht der Kunde, du bist das Produkt.

So und nicht anders ist es.